“Humans think in stories rather than in facts, numbers, or equations, and the simpler the story, the better.”[1]
Yuval Noah Harari
Wer den Historiker Harari kennt, wird ahnen, dass er in diesem Zitat keine Empfehlung für möglichst einfache Dramaturgien ausspricht. Vielmehr beschreibt er kritisch die enorme Wirksamkeit einfacher Narrative in historischen, soziologischen und politischen Kontexten. Bei Harari ist es gerade unsere Fähigkeit zur Narration, die Menschengruppen zu Organisationen werden lässt. Je mehr Menschen religiösen, ideologischen oder nationalen Geschichten Glauben schenken, desto größer die Gemeinschaft, die sich entlang dieser Erzählungen formiert.
Harari spricht von „intersubjektiven Realitäten“[2], die zu „vorgestellten Ordnungen“[3] führen. Und je einfacher die zugrunde liegenden Narrative sind, desto leichter lassen sie sich teilen, glauben – und verteidigen.
Ein dramaturgisches Modell von Storywelten
Auch fiktionale Storywelten sind mehr als bloße Hintergründe für Erzählungen: Sie strukturieren Wahrnehmung, erzeugen Sinnzusammenhänge und spiegeln historische, politische und gesellschaftliche Narrative wider. Ob bewusst oder unbewusst spiegeln sie die Perspektiven ihrer Erzähler*innen: ihre Haltung zur Vergangenheit, ihre Deutung der Gegenwart und ihre Vorstellungen von Zukunft. Storywelten werden so zu Projektionsflächen ideologischer Konflikte, in denen sich Machtverhältnisse, Ängste und Hoffnungen verdichten.
Im Zentrum meines Modells steht das „Schlüsselereignis“ – der Szenenbildner und Leiter des World Building Media Labs Alex McDowell nennt es „world changing event“[4] – ein Ereignis, das eine Welt in ein „Vorher“ und „Nachher“ teilt oder zu teilen droht. Entscheidend ist dabei nicht nur das Ereignis selbst, sondern die Haltung der Figuren und Systeme dazu. Aus dieser Perspektive unterscheide ich derzeit sechs grundlegende Storywelt-Muster:
• Konservative Welten verteidigen einen bestehenden Status quo gegen permanente Bedrohung.
• Alarmiert-konservative Welten stehen kurz vor einer Katastrophe und kämpfen ein letztes Mal um Stabilität.
• Restaurative Welten versuchen, eine verlorene Ordnung wiederherzustellen.
• Irreparable Welten zeigen Gesellschaften, die nicht mehr zu retten sind.
• Posttraumatisch-progressive Welten entwickeln aus einem Trauma heraus neue, oft utopische Ordnungen.
• Progressive Welten orientieren sich grundsätzlich an Zukunft und Weiterentwicklung – oft ohne klar definiertes Ziel.
Diese Muster sind keine festen Kategorien, sondern eher wie Grundfarben zu verstehen. Viele komplexere Erzählungen entstehen gerade dort, wo sie sich überlagern. Zudem erforsche ich aktuell utopische Erzählmodelle, und nehme an, dass ich mein Modell um (vermutlich zwei) weitere Muster erweitern werde.
Unabhängig von Kategorien, die als Hilfsmittel zu verstehen sind, lautet meine zentrale These: Die Art und Weise, wie wir Geschichten und Geschichte erzählen, ob fiktional, real oder historisch, folgt oft denselben dramaturgischen Logiken. Und diese Logiken prägen wiederum, wie wir die Welt verstehen.
Biografisches: Wenn Narrative Realität werden
Die Macht der Narrative wurde mir in den 1990er Jahren auf schmerzhafte Weise bewusst, als Jugoslawien – das Land meines Vaters – zehn Jahre nach dem Tod seiner politischen Vaterfigur Tito die „vorgestellte Ordnung“ des panslawischen, sozialistischen Vielvölkerpatriarchats endgültig aufgab und diese in wenigen Jahren durch eine Handvoll konkurrierender, nationaler und nationalistischer Narrative ersetzte. Ein ganzes Jahrzehnt der Balkankriege war die Folge.
Ich bin im schwäbischen Süden der alten Tante BRD geboren und aufgewachsen. Damals unter Dr. Kohl wurde uns Gastarbeiterkindern noch muttersprachlicher Unterricht verordnet, für eine bessere „Rückkehrfähigkeit“ in unsere Heimatländer nach getaner Gastarbeit der Eltern. Dieser Unterricht fand bei uns immer am Mittwochnachmittag statt und wurde vom jugoslawischen Generalkonsulat organisiert. So kam es, dass ich Mitte der 80er als kommunistischer Tito-Pionier der letzten Generation mit rotem Halstuch und blauer Mütze auf der schwäbischen Alb „unserem Freund Tito“ ewige Treue schwören durfte. Und auch wenn ich das uniforme Auftreten und die gebetsmühlenartige Wiederholung sozialistischer Sprüche und Tito-Fan-Gedichte ziemlich schlimm fand, besser als zwei meiner türkischen Mitschülerinnen hatte ich es allemal – denn die bekamen muttersprachenmittwochs manchmal noch ganz väterliche Rutenschläge auf die Finger. Nach 1989 war es dann bald vorbei mit dem „Jugounterricht“, wie wir ihn nannten, und auch mit den Wahrheiten und Werten, die mir dort vermittelt worden waren.
Im Jahr, in dem Francis Fukuyama das „Ende der Geschichte“[5] ausrief, in dem sich also Liberalität, Kapitalismus und Demokratie endgültig als finale Ordnungsmodelle durchgesetzt hatten und mein Heimatland Deutschland daraufhin zu Hasselhoffs „Looking for Freedom“ tanzend Hegel zu Grabe trug, und berauscht auf der Mauer das glückselige Happy End einer Hollywoodversion des Kalten Krieges feierte, zerbrach das Land meines Vaters an einer viel düstereren, aber nicht weniger einnehmenden Story.
Am 28.Juni stand Slobodan „Slobo“ Milošević auf einem Podest auf dem Amselfeld im Kosovo vor ein paar hunderttausend Menschen. Es war das 600jährige Jubiläum einer auf diesem Feld verlorenen Schlacht der Serben gegen das osmanische Heer unter Sultan Murad I. Eine Schlacht im Mittelalter also, die den Beginn der „Fünfhundertjährigen Unterjochung“[6] markierte, sprich der Kolonialherrschaft des Osmanischen Reiches über die Völker des südlichen Balkan. Im Narrativ des serbischen Nationalismus nahm das Amselfeld im Laufe der Jahrhunderte mythische Ausmaße an – ein Opfermythos, in dem eine verlorene Schlacht auch 600 Jahre später noch keinen verlorenen Krieg bedeutet. „Sechs Jahrhunderte später“, so Slobo an jenem Tag in seiner den extremen Nationalismus nie ganz angreifbar aussprechenden, aber gekonnt für den persönlichen Machtvorteil ausnutzenden Art, „befinden wir uns heute wieder in Kriegen, und werden mit neuen Schlachten konfrontiert. Dies sind keine bewaffneten Schlachten, obwohl auch diese nicht ausgeschlossen werden können.“ [7]
Die von Harari beschriebene Nützlichkeit der „simple stories“ bestand und besteht im serbischen Nationalismus auch darin, dass Osmanen mit Türken und Türken mit Muslimen gleichgesetzt werden. So wurden Bosniaken, also Slawen, deren Vorfahren in einem Jahrhunderte dauernden muslimisch regierten Staat irgendwann zum Islam konvertierten, als Überläufer*innen zum Feind erklärt, den es jetzt aber endgültig auszurotten galt. Wie das nur sechs Jahre nach Slobos Rede in die Praxis umgesetzt wurde, hat unter dem bosnischen Ortsnamen Srebrenica traurige Berühmtheit erlangt.
In den Kriegsjahren reiste ich kaum noch zur Familie in Montenegro (meiner Ecke Ex-Jugoslawiens), vor allem aus Angst, in die Armee eingezogen zu werden. So erlebte ich diese Zeit der Normalisierung[8] aus der Distanz und entsprechend ungläubig und erschüttert: Diese furchtbar schnelle Verschiebung eines ganzen Landes von sozialistischen Werten zu nationalistischen.
Gleichzeitig konnte ich aber auch die wachsende Zahl meiner deutschen Zeitgenossen nicht verstehen, für die all das nur Zeichen der Rückständigkeit der Völker des Balkans waren. Während man selbst und der Großteil der wahrgenommenen Welt ja nun am zivilisatorischen Höhepunkt, also in der global-kapitalistischen, westlichen Weltordnung angekommen war, durfte man der „Balkanreiberei“[9] (wie die österreichische Spaßcombo EAV die Haltung Europas dazu satirisch ausdrückte) nicht zu viel Bedeutung beimessen.
Zwei Länder, zwei Storys. Und ich saß zwischen den Stühlen und versuchte zu verstehen, wie meine Welten so weit auseinanderdriften konnten - damals ein einsames Dilemma.
Mit Dramaturgie aus dem Dilemma
Meine Strategie gegen die Einsamkeit des schwäbischen Gastarbeiterkindes war erst die eskapistische Flucht in Storywelten aus Film, Fernsehen und Computerspielen. Vor allem die friedliebende und diverse (multi-spezies!) Welt von Star Trek spielte eine wesentliche Rolle für mein Seelenheil. Später dann aktivierten mich meine Lehrer*innen aus der Isolation in die kommunikative Welt des Schülertheaters und von da aus ging es auf überraschenden Wegen zum Film.
Fast forward in die zwanziger Jahre des neuen Jahrtausends. Heute scheint mir das Dilemma, zwischen weltanschaulichen Narrativen zu leben, nicht mehr einsam, sondern weit verbreitet. Was zwischen 2009 und 2012 mit verbesserten „Facebook Groups“ und algorithmischen Empfehlungssystemen auf YouTube Fahrt aufnahm, führte manchen Analytiker*innen zu Folge zu so stabilen, sozialen Echo-Kammern dass eine bis dahin unbekannte Polarisierung der Gesellschaften unausweichlich wurde.[10] Heute trennen nationale Grenzen kaum noch die Narrative, unsere Bubbles sind multinational geworden - aber leider kaum weniger ausschließlich.
Während wir in Sonntagsfragen und Kommentarspalten täglich vor Augen geführt bekommen, wie unfassbar weit unsere Welten auseinander driften - ob noch vor der Haustür, oder schon an zwei Enden der eigenen Couch - stecken wir meist wesentlich mehr Energie in die Verteidigung unserer Weltsicht, als in Versuche, die der anderen zu verstehen. Oder wie es Daniel Quinn in seinem wundersamen Buch „Ishmael“ seinen weisen Gorilla formulieren lässt, sind wir alle: „captives of a story.“[11]
Heute bin ich aber auch kein jugendlicher Trekkie im Bopfinger Schülertheater mehr; sondern lehre an der Filmuniversität interdisziplinäre Stoffentwicklung. Neben der Lehre widme ich meine Zeit der dramaturgischen Erforschung fiktionaler Storywelten. Ich bin überzeugt, dass sich unsere „captive Stories“ in fiktionalen Welten ebenso festgeschrieben haben, wie in unseren Versuchen, die reale Welt zu beschreiben.
"Since (…) our world has become a highly mediated one, with much of what we know about it coming through media rather than just direct experience, an understanding of how secondary worlds are experienced and imagined by people may also tell us something about the way in which we form a mental image of the world we live in, and the way we experience it and see our own lives intersect with it."[12]
Mark J.P. Wolf
Nationalistische Mythen, die Kämpfe einfordern, um ein früheres, paradiesisches Gleichgewicht wiederherzustellen, sind mit Tolkiens „subcreation der Herr der Ringe[13] eng verwandt, in der Kriege notwendig sind, um das mythisch aufgeladene Ungleichgewicht des dunklen Herrschers Sauron aufzuheben.[14] Im Februar 2023 traf sich der damalige polnische Premierminister und Tolkien-Fan Mateusz Morawiecki mit seiner italienischen Amts- und Fankollegin Giorgia Meloni in einem LOTR-Themencafé und kommentierte auf Facebook: „Together we’ll defeat Mordor“. Ein Zufall? Möglicherweise. Eine bestimmte Denkart aus der Fantasywelt auf die Realität übertragen? Offensichtlich.
Das Star Trek Universum überträgt wiederum das utopische Versprechen friedlicher, internationaler Zusammenarbeit auf Grundlage liberaler Werte, globalistischer Expansion und einer wenig hinterfragten Überzeugung von kultureller Überlegenheit und kolonial anmutender Denkweise fiktional in eine interstellare Zukunft.
Weil mir genau diese Parallelen wichtig sind, untersuche und vergleiche ich dramaturgische Funktionsweisen fiktionaler Welten mit geschichtlichen und politischen Narrativen in historischen Spielfilmen, Dokumentarfilmen und Propaganda. Seit zwei Jahren bin ich als Dozent und Mentor im Memory Media Lab[15] der Filmuniversität Summer School involviert. Hier greife ich auf historische Narrative zurück und nutze zur Veranschaulichung ihrer mal nur implizierten, mal ganz offensichtlichen ideologischen Dramaturgien dieselben Storywelt-Muster.
Von der Notwendigkeit der Komplexität
Ausgerechnet der das simple Narrativ kritisierende Yuval Noah Harari wurde vom Kulturanthropologen David Graebner und dem Archäologen David Wengrow in ihrem gemeinsamen Buch The Dawn of Everything für seine vereinfachend lineare Erzählung der Menschheitsgeschichte (in seinem Buch Sapiens) kritisiert.[16] Die beiden wandten sich gegen die Vorstellung eines deterministischen, linearen Entwicklungsverlaufs von egalitären Jägern zu hierarchischen Agrargesellschaften: “There is no reason to believe that there is any one ‘correct’ sequence of stages in human history.”[17]
In Hararis Narration sehen sie eher eine parallele zur biblischen Vertreibung aus dem Paradies, also eher einen restaurativen „eden-style myth“ - simple Storytelling at it’s best. Das Bild, das Wengrow und Graebner von den politischen und gesellschaftlichen Systemen der Frühzeit zeichnen, ist sehr wesentlich bunter und sehr viel unüberschaubarer. Eine „ambivalente Storywelt“, dramaturgisch schwer zu fassen, die aber von einem ganzen Panorama der Möglichkeiten erzählt.
Ein klares Bild von dieser Welt finden sie dennoch:
“If anything, the overall pattern [...] is more like a carnival parade of political forms.”[18]
Ausblick: Storykreise
Denn worum es mir letztlich geht, ist nicht die Reduktion von Welt auf einfache Modelle – sondern das Sichtbarmachen dieser Reduktionen. Fiktionale wie reale Narrative ordnen Chaos durch Vereinfachung, schaffen Bedeutung und transportieren immer und unweigerlich Ideologien mit.
In drei kommenden Artikeln im WENDEPUNKT will ich diese Zusammenhänge weiter ausführen:
• meine sechs Storywelt-Modelle im Detail,
• ihre Eigenheiten und typischen struktur-dramaturgischen Modelle,
• ihre ideologischen Implikationen,
• sowie ambivalente und zunehmend komplexe Formen von Storywelten.
Ein besonderer Fokus wird dabei auf der Frage liegen, wie viel Komplexität ein Publikum aushält – oder vielleicht sogar braucht.
[1] Harari, Yuval Noah (2015): Sapiens: A Brief History of Humankind. London: Vintage, S. 32.
[2] “There are three types of reality: objective reality, subjective reality, and inter-subjective reality. Inter-subjective realities depend on communication among many humans.” (Harari, Sapiens, 2014, S. 30)
[3] “We believe in a particular order not because it is objectively true, but because believing in it enables us to cooperate effectively and forge a better society. Imagined orders are not evil conspiracies or useless mirages. Rather, they are the only way large numbers of humans can cooperate effectively.” (Harari, Sapiens, 2014, S. 124)
[4] Alex McDowell setzte mit dem Szenenbild zu„Minority Report“ (2002) neue Maßstäbe des filmischen World Building und geht als Leiter des World Building Media Labs der USC - School of Cinematic Arts weit über Storytelling hinaus, schließt futuristische Entwürfe und Gesamtkonzepte für Städte und Regionen mit ein: World in a Cell. (2026). https://worldbuilding.usc.edu/
[5] Fukuyama, F. (2020). The End of History and the Last Man. Penguin Group.
[6] 500 ist die viel besungene Zahl in Volksliedern. Je nach Region und Definition der Fremdherrschaft waren es zwischen 350 und 540 Jahren.
[7] Diese nicht unumstrittene Übersetzung stammt aus einer Ausgabe der FAZ: »Die Zeit der Erniedrigung Serbiens ist abgelaufen«. Frankfurter Allgemeine Zeitung. 28. Juni 1999, S. 11;
Differenziertes zu Miloševićs Rolle bei: Polonyi, Carl (2010). Heil und Zerstörung. BWV Verlag.
[8] Normalisierung im Sinne des Begriffes im Kontext der 30er Jahre in Deutschland. „Die Entwicklung zur Gewalt vollzieht sich meist schrittweise und wird für die Beteiligten zunehmend zur Normalität.“ Welzer, H. Täter. Wie aus ganz normalen Menschen Massenmörder werden, Frankfurt am Main 2005.
[9] „Das zweite Jahrtausend geht zu Ende, die Mauern sind gefallen und wir haben unsere Wende. Europa ist frei, Europa wird neu bis auf eine kleine Balkanreiberei.“ Spitzer, T. (1991). Neandertal. Auf Watumba!. EMI Austria
[10] z.B.: Zeynep Tufekci, Youtube, the Great Radicalizer. (11.5.26). nytimes.com. https://www.nytimes.com/2018/03/10/opinion/sunday/youtube-politics-radical.html oder Roger McNamee, Zucked: Waking Up to the Facebook Catastrophe. (2019). Penguin.
[11] Quinn, D. (1995). Ishmael: A Novel. Bantam. S. 35ff.
[12] Wolf, M. J. P. (2012). Building Imaginary Worlds: The Theory and History of Subcreation. Routledge Taylor & Francis Ltd., S.15
[13] „Subcreation“ nannte Tolkien selbst seine Welt als „menschlicher Schöpfung“, eine Stufe unter der Schöpfung Gottes. Flieger, V. & Anderson, D. A. (2014). Flieger, V: Tolkien On Fairy-Stories: Expanded edition, with commentary and notes (UK ed.). HarperCollins UK.
[14] Tilles, D. (2023, 21. Februar). Notes From Poland. https://notesfrompoland.com/2023/02/21/together-well-defeat-mordor-morawiecki-and-meloni-meet-to-discuss-common-vision-of-europe/
[15] Memory Media Lab, ein Medien-Weiterbildungsprogramm für Akteur*innen gesellschaftlicher Erinnerungsarbeit – Filmuniversität Babelsberg KONRAD WOLF. (2026). https://www.filmuniversitaet.de/studium/studienangebot/filmuni-summer-school/memory-media-lab
[16] : “Neo-Rousseauians, such as Diamond and Harari… endorse the idea of historical determinism.”Anthony, A. (2022, 17. Juni). ‘I’m certainly open to criticism’: David Wengrow and the trouble with rewriting human history. The Guardian. https://www.theguardian.com/science/2022/jun/12/david-wengrow-graeber-dawn-of-history-interview
[17] Graeber, D. & Wengrow, D. (2022). The Dawn of Everything: A New History of Humanity. Penguin. (p. 112).
[18] Graeber, D. & Wengrow, D. (2022). The Dawn of Everything: A New History of Humanity. Penguin. (p. 118).